Ein Faden, der seit 200 Jahren nicht reißt
Wir nehmen dich mit auf Zeitreise – und zu jedem Jahr gibt es die passende IBENA-Decke.
Der Beginn
Ein mutiger Schritt in unsicheren Zeiten
1826 herrschte endlich Frieden, doch die Welt war eine andere geworden, und die Menschen suchten aus Unsicherheit nach neuen Ankern. In dieser Zeit der Gegensätze gründete Josef Philipp Beckmann in Wesel seinen Textilhandel „J. Beckmann“ und erschloss rasch neue Märkte für seine Leinen- und Baumseidenstoffe. Er spann den ersten Faden einer Geschichte, die zweihundert Jahre überdauern sollte.
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Hunger & Hoffnung
Als der Hunger die Stimme des Volkes wurde
Die 1840er Jahre waren eine Zeit der brodelnden Unruhe: Missernten trieben die Lebensmittelpreise hoch, viele Familien rutschten in die Armut, und Hunger prägte den Alltag. Am 3. Juni 1844 entlud sich die Not in Peterswaldau, am 6. Juni endete der Aufstand blutig, und 1846 wurde zum Jahr der letzten großen Hungersnot. Auch für die Familie Beckmann waren diese Jahre richtungsweisender Entscheidungen: 1844 verkauften Josef Philipp Beckmann und sein Bruder Franz das Anwesen in Krechting und lösten damit die letzte Bindung an den angestammten Standort.
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Volldampf
Fortschritt als neues Lebensgefühll
Der Amerikanische Bürgerkrieg entbrannte 1861 und endete nach vier Jahren mit der Abschaffung der Sklaverei in den USA und der Wiederherstellung der Union; weil die Südstaaten kaum noch Baumwolle exportierten, kam es hierzulande zu einer massiven Baumwollknappheit, und der Kilopreis für Baumwolle stieg von 94 Pfennig auf 8,62 Mark. Am 7. Mai 1862 vereinten Josef Philipp Beckmann und sein Bruder Franz ihre Kräfte zu einem gemeinsamen Unternehmen, 1866 stellte der Antrag auf einen zweiten Dampfkessel die Weichen für weiteres Wachstum. Am 21. Januar 1867 übertrug Josef Philipp Beckmann das Unternehmen an seine Söhne Heinrich und Albert, und am 20. April 1871 unterzeichneten die Brüder Heinrich und Albert den Gesellschaftervertrag: „J. Beckmann“ bleibt ein Familienunternehmen.
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Erfindergeist
Die Zukunft beginnt
Die 1880er-Jahre waren eine Ära der Gegensätze: Während der Historismus mit dem Neobarock eine Rückkehr zur prachtvollen Formensprache feierte, nahm zugleich der technische und gesellschaftliche Fortschritt Fahrt auf. 1886 erhielt Carl Benz das Patent für seinen Motorwagen, 1886 machte Albert Beckmann soziale Verantwortung sichtbar, und nur ein Jahr später gründeten Heinrichs Söhne Albert und Ludwig die Firma „Heinrich Beckmann Söhne“. 1886 markierte der rätselhafte Tod König Ludwigs II., und das Dreikaiserjahr 1888 brachte Wilhelm II. auf den Thron.
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Zeiten wandel
Gesellschaft im Umbruch
Plancks Quantenformel (1900), Freuds Psychoanalyse (1901) und Einsteins Relativitätstheorie (1905) veränderten die Sicht auf Mensch, Raum und Zeit, und mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch (1900) und dem Kinderschutzgesetz (1904) wurde ein einheitlicher Rechtsrahmen geschaffen. Zwischen 1900 und 1905 zwang eine schwere Wirtschaftskrise viele Betriebe in die Knie, doch ab 1905 exportierte man Jacquard-Decken nach England, lieferte Ponchos nach Südamerika und verschickte Fransen-Decken und Shawls bis nach Britisch-Indien. 1908 übertrug Albert Beckmann seinem Neffen offiziell die Verantwortung und verlieh ihm Prokura.
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Neue Sachlichkeit
Zwischen Hyperinflation und Hoffnung auf Stabilität
Die Ruhrbesetzung von 1923 und die folgende Hyperinflation rissen Deutschland in eine tiefe Krise, erst mit der Einführung der Rentenmark im November 1923 und dem Dawes-Plan von 1924 keimte neue Hoffnung auf. Am 1. Januar 1925 übernahm Josef Beckmann die Leitung von „J. Beckmann Nachfolger“, und 1926 wurde J. Beckmann Nachfolger als Kommanditgesellschaft eingetragen, der Kauf der Baldus-Fabrik an der Teutonenstraße, die Modernisierung der Maschinen und der Bau eines neuen Webereisaals sollten neue Impulse setzen. Doch 1929 begann die Weltwirtschaftskrise und stellte die Beckmanns erneut vor große Herausforderungen.
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Wiederaufbau
Als aus Trümmern wieder Träume wurden
Nach 1945 lagen rauchende Trümmer, Wohnraum war knapp, Hunger herrschte, und der Jahreswechsel von 1946/47 ging als „Hungerwinter“ in die Erinnerung ein. Bereits im November 1945 nahm bei J. Beckmann Nachfolger eine kleine Weberei mit zwölf Stühlen wieder die Arbeit auf, 1946 waren es 36, 1948 rund 159 und 1949 schließlich 237 Maschinen. Bei H. Beckmann Söhne lief der Betrieb ab Juli 1947 wieder an, am 1. Mai 1947 trat Max Wagner als erster externer Geschäftsführer an, und am Ende des Jahres 1946 konnte man die ersten Zeichen des Wirtschaftswunders erkennen.
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Feste Feiern
Vom Jubiläum zur Fusion
In den 1960ern wurde die Decke mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand: Modische Designs machten sie zum Statement-Piece, und mit den neu eingeführten Klarsichtverpackungen war IBENA Vorreiter in Sachen Produktpräsentation. Die technische Modernisierung wurde konsequent vorangetrieben, Webautomaten steigerten die Effizienz, und das erste EDV-System (Lochkarten-Hollerith) markierte bei IBENA den Einstieg ins digitale Zeitalter. Der entscheidende Meilenstein folgte 1968: Die Fusion von IBENA mit H. Beckmann Söhne zur IBENA Vereinigte Textilwerke GmbH & Co., ein Neubau an der Teutonenstraße wurde errichtet und die Produktion neu organisiert.
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Electronic Age
Digitalisierung und Neubau
In den 80er Jahren richtete sich IBENA strategisch neu aus und forcierte die Entwicklung technischer Textilien, und mit den EDV-Systemen Loomdata und TEXIS hielt die Digitalisierung Einzug in die Produktion. Der US-Dollar verlor ab 1985 dramatisch an Wert, und als Konsequenz musste 1990 die Ausrüstung und Konfektion in Spartanburg, South Carolina geschlossen werden. 1988 traf IBENA die richtungsweisende Entscheidung für einen kompletten Neubau des Produktionsstandorts in Rhede und verkaufte den bisherigen Standort an der Teutonenstraße an die Johann Borgers KG.
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Zerbrechlich
Eine Welt im Wandel
Die 2000er-Jahre waren ein Jahrzehnt voller Brüche: Globalisierung und Digitalisierung veränderten Wirtschaft und Gesellschaft, und die Terroranschläge vom 11. September 2001 hatten weltweite wirtschaftliche Folgen. Seit 2000 erweiterte das Unternehmen sein Portfolio durch Lizenzen für Heimtextilien der Marken s.Oliver und bugatti, und 2002 baute IBENA mit Aufnahme der Produktion in Litvínov sein Fertigungsnetz aus. 2006 musste IBENA Insolvenz anmelden, die Übernahme durch die Textil-Gruppe Daun aus Rastede ermöglichte einen Neuanfang, und mit Elégance sowie einer erfolgreichen Kooperation für Rosamunde Pilcher-Heimtextilien schärfte das Unternehmen sein Profil.
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Aus Tradition zukunftsorientiert
200 Jahre textile Leidenschaft
Das Jahr 2026 ist ein Besonderes: IBENA feiert sein 200-jähriges Bestehen, zwei Jahrhunderte voller Wandel, Krisen und Neuanfänge, und Tradition und Innovation schließen sich nicht aus. Seit 2020 war die Welt im Ausnahmezustand, und bereits zwei Jahre zuvor hatte das traditionsreiche Unternehmen mutig auf E-Commerce gesetzt, sodass IBENA genau dort war, wo die Menschen nach Wohndecken und Bettwäsche suchten – online. Der Tod von Josef Albert Beckmann am 4. Juni 2022 hinterließ eine Lücke, doch 2026 schließlich ist das Jahr des Feierns: 200 Jahre textile Leidenschaft, seit 1826.
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